Pläne im Mail-Postfach, Fotos auf verschiedenen Smartphones, Pendenzen in mehreren Listen: Wenn Bauinformationen verstreut sind, entstehen Suchaufwand, Doppelspurigkeiten und Fehler. Genau hier setzt ProjectSight an. Die Software bündelt Pläne, Aufgaben, Mängel und Kommunikation zentral auf einer Plattform.
In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Architekten, Ingenieure, Bauleiter und Handwerksbetriebe mit ProjectSight transparenter zusammenarbeiten, Informationen aktuell halten und Bauprojekte effizienter dokumentieren.
Dieser Blogbeitrag basiert auf unserem Interview im Bauherren Podcast Schweiz, das Sie sich HIER in voller Länge anhören können.
Das digitale Ökosystem von Trimble
Trimble bietet von Maschinensteuerungen über Architektur- und Planungssoftware bis zur Tragwerks- und Haustechnikplanung zahlreiche Lösungen für die Baubranche. Zu den beliebtesten Anwendungen gehören etwa SketchUp, Trimble Nova und die Common-Data-Environment-Plattform Trimble Connect.
ProjectSight ergänzt nun dieses digitale Trimble-Ökosystem um zentrale Funktionen für die operative Zusammenarbeit auf der Baustelle und im Büro. Im Fokus stehen nicht nur das Aufgabenmanagement und die Kommunikation: Vielmehr geht es auch um die Verknüpfung von Plänen, Modellen, Dokumenten, Fotos und Protokollen – auf nachvollziehbare Weise. Die Plattform ist aber nicht nur für diejenigen gedacht, die schon mit anderen Trimble-Produkten vertraut sind: Die Unternehmen können ihre gewohnten Programme weiterverwenden und ProjectSight als Plattform für die Kommunikation und Dokumentation im Projekt einsetzen.
Zentrale Plattform statt digitaler Inseln
Viele Architektur-, Planungs- und Bauunternehmen arbeiten heute weitgehend digital. Dadurch sind die Prozesse jedoch nicht automatisch effizient. Werden nämlich Pläne, Notizen und weitere Projektinformationen parallel über E-Mail, SharePoint, OneNote, Dropbox oder OneDrive verwaltet, entstehen unübersichtliche Insellösungen.
Dateien müssen mehrfach hoch- und heruntergeladen, Informationen kopiert und Nachrichten manuell weitergeleitet werden. Das verursacht zusätzlichen Aufwand und führt zu Doppelspurigkeiten. Gleichzeitig steigt das Risiko, dass die Projektbeteiligten mit unterschiedlichen oder veralteten Informationsständen arbeiten.
ProjectSight bündelt diese Abläufe und gibt beim Öffnen der Plattform einen Überblick über:
sämtliche Pendenzen,
anstehende Aufgaben und Sitzungen,
Checklisten und Mängel,
Einreichungen und Protokolle,
Planversionen und aktuelle Stände der Pläne.
Grundlage ist der zentrale Datenbestand in Trimble Connect. Alle Projektbeteiligten greifen auf dieselben aktuellen Informationen zu, statt Daten an unterschiedlichen Orten abzulegen. Dadurch verbindet die Plattform den gemeinsamen Projektdatenraum direkt mit den Arbeitsprozessen in Bauleitung und Ausführung.
Pendenzen direkt in ProjectSight erfassen
Mängel und offene Aufgaben lassen sich direkt im Plan markieren – am Computer, Tablet oder Smartphone. Anschliessend werden die verantwortliche Person und die erforderlichen Arbeiten erfasst. Alle relevanten Projektdaten können unmittelbar mit der Pendenz verknüpft werden.
Hierzu gehören etwa:
Relevante Fotos,
Pläne und Ausschnitte der 3D-Modelle,
Lieferscheine und Materialinfos,
Checklisten sowie weitere Dokumente,
Zuständigkeiten und Termine.
Die zuständige Person wird per Push-Nachricht oder E-Mail informiert. Filter zeigen jederzeit, welche Aufgaben offen oder abgeschlossen sind und welche Unternehmen betroffen sind.
Die Empfänger lassen sich gezielt auswählen. Auch externe Personen können eingebunden werden. Informationen lassen sich als PDF weitergeben; extern erhaltene Dokumente können in der Projektstruktur abgelegt und den passenden Vorgängen zugeordnet werden.
Alle Projektdaten schnell auffindbar
Baustellenfotos sind nur dann wertvoll, wenn Ort, Zeitpunkt und Zusammenhang nachvollziehbar bleiben. In ProjectSight wird jede Aufnahme direkt mit der entsprechenden Position im Plan verknüpft.
Ergänzend lassen sich 3D-Modelle, Checklisten, Standorte und Pendenzen zuordnen. Die Suche führt sowohl vom Plan zum Foto als auch vom Bild zur betreffenden Stelle. Filter nach Gewerken, Personen oder Begriffen erleichtern die Recherche zusätzlich.
Auch Drohnen- und Krankameraaufnahmen, Videos, Laserscans und Punktewolken können eingebunden und mit weiteren Projektinformationen verknüpft werden.
Aktuelle Pläne und nachvollziehbare Freigaben
Eine klare Ordnerstruktur in Trimble Connect sorgt für Übersicht. Beim Hochladen eines überarbeiteten PDF-Plans wird die Versionierung automatisch fortgeführt: Der aktuelle Stand bleibt verfügbar, frühere Versionen werden gespeichert.
So ist nachvollziehbar, wer Änderungen vorgenommen, Entscheidungen getroffen oder Pläne freigegeben hat – besonders wichtig bei Kosten-, Qualitäts- und Haftungsfragen.
Einreichungspakete ermöglichen digitale Genehmigungsworkflows. Muss etwa eine Aussparung durch den Bauingenieur geprüft werden, erhält das ausführende Unternehmen den Plan erst nach der Freigabe.
ProjectSight unterstützt IFC-, PDF-, DWG- und STL-Dateien. Modelle aus verschiedenen Programmen lassen sich bereitstellen, ohne das gewohnte CAD-System zu wechseln.
Fazit: Nutzen für alle
Für jede Funktion im Bauteam bietet die Trimble-Plattform ProjectSight gewichtige Vorteile:
Architektur / Planung: Pläne und Modelle kann man zentral bereitstellen, Pendenzen verorten und Informationen mit den Fachplanern direkt austauschen.
Bauingenieur: Pläne, Änderungen und Freigaben bleiben mit den betreffenden Bauteilen und Vorgängen verbunden.
Bauleitung: Protokolle, Traktanden, Mängel und Zwischenabnahmen sind in einer einheitlichen Struktur geführt.
Unternehmer: Gültige 2D-Pläne stehen jetzt jederzeit bereit. Für komplexe Details lassen sich zusätzlich gezielteAusschnitte aus 3D-Modellen verknüpfen.
Qualitätssicherung: Berichte, Stichproben, Messwerte usw. lassen sich direkt am richtigen Ort dokumentieren.
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