
Was ist Asset Lifecycle Management?
Das Asset Lifecycle Management senkt die Gesamtbetriebskosten Ihrer Anlagen und steigert gleichzeitig die Produktivität und Effizienz in jeder Phase des Lebenszyklus.
Phasen des Asset Lifecycle Management
Die Phasen des Asset Lifecycle Management umfassen die gesamte Entwicklung einer Anlage von der Machbarkeitsstudie bis zur Stilllegung, beginnend mit der Planung und Konzeption und endend mit dem langfristigen Betrieb und der Wartung.
Planung und Entwurf
Die erste Phase des Asset-Lebenszyklus ist die Planung – ein entscheidender Schritt vor dem Bau oder Erwerb von Anlagen. Das Unternehmen und die Stakeholder müssen zunächst den Bedarf ermitteln, der durch ihre bestehenden Anlagen noch nicht gedeckt ist. Mit cloudbasierten, vernetzten Softwarelösungen, die Bestandsdaten und Trends analysieren, kann Ihr Unternehmen eine gründliche Bewertung seiner bestehenden Assets durchführen, Lücken und Bedürfnisse ermitteln und Anforderungen für neue oder erneuerte Assets definieren. In dieser Phase ist es wichtig, die Gemeinschaft vor Ort einzubinden, um sicherzustellen, dass Ihre Projektpläne mit deren langfristigen Zielen übereinstimmen.
Mit den Asset-Inventardaten können dann Ihre wichtigsten Stakeholder – seien es die Verkehrsbehörden, Beamte im öffentlichen Bauwesen oder Verantwortliche für Investitionsprogramme – fundierte Entscheidungen dazu treffen, welche Anlagen gebraucht werden oder erneuert werden müssen. Durch diese frühzeitige Weichenstellung verringern Sie die Risiken für den gesamten Lebenszyklus.
Bau
In der nächsten Phase des Asset-Management-Lebenszyklus werden die Anlagen gebaut und übergeben. Das umfasst Ausschreibungen, Vertrags-, Projekt- und Kostenmanagement. In dieser entscheidenden Phase geht es darum, dass Sie als Asset-Verantwortliche:r die Ausschreibung und den Bau der Anlagen auf die langfristigen Geschäftsziele Ihres Unternehmens abstimmen. Eine erfolgreiche Bauphase zeichnet sich durch ein strategisches Vorgehen mit einer vernetzten Datenumgebung aus, die eine zentralisierte, digitalisierte Dokumentation bereitstellt und so die Transparenz und Zugänglichkeit der Daten während des gesamten Projekts gewährleistet.
Digitale Arbeitsabläufe, die Ihre Baustellenteams mit dem Büropersonal verbinden, ersetzen Datensilos und Papiersysteme und tragen so dazu bei, die Stakeholder zu koordinieren, die Projektabwicklung zu beschleunigen und Kosten zu senken. Bei der digitalen Produktübergabe stellen die Daten der Assets einen digitalen Zwilling des aktuellen Zustands dar, auf den bei Betrieb und Wartung künftig zurückgegriffen werden kann, ohne Zeit und Ressourcen für die Neuerstellung der Daten aus früheren Phasen aufwenden zu müssen.
Betrieb
Mit dem Ende der Bauphase beginnt für die Assets die längste Phase ihrer Nutzung – die Betriebsphase. Hierfür nutzen Asset-Manager:innen erneut Anlagedaten, vernetzte Arbeitsabläufe und digitale Lösungen, um den Zustand und die Leistung der Assets zu bewerten und zu verwalten. Als Asset-Verantwortliche:r können Sie mit Asset-Management-Prozessen und -Systemen auf Enterprise-Level die Kosten unter Kontrolle halten und gleichzeitig die Asset-Nutzung mit den übergeordneten Betriebs- und Servicezielen Ihres Unternehmens in Einklang bringen.
Wartung
Die Wartung ist im Asset-Management eine wichtige Grundlage für die nachhaltige Zuverlässigkeit und Langlebigkeit der Anlagen. Ein proaktiver Wartungsplan trägt dazu bei, Sicherheit, Leistungsfähigkeit, Wirtschaftlichkeit und Effizienz zu gewährleisten.Dabei wird der Schwerpunkt auf vorbeugende Maßnahmen gelegt – mit dem Ziel, das gesamte Anlagennetz in gutem Zustand zu halten, anstatt sich ausschließlich auf die Reparatur der Assets zu konzentrieren, die sich im schlechtesten Zustand befinden.Ein proaktiver Ansatz verringert den Bedarf an kostspieligen Reparaturen und senkt im Laufe der Zeit die Gesamtbetriebskosten, da er die Lebensdauer der Anlagen verlängert.
Um die Entscheidungsfindung bei der Wartung zu verbessern, nutzen Asset-Manager:innen eine GIS-basierte Asset-Management-Lösung, die visualisierte, kartenbasierte Daten zu Anlageninspektionen, Arbeitsaufträgen, Arbeitsverlauf, Ausrüstung, Arbeitszeit und Materialverbrauch und vielen weiteren Aspekten des Zustands und der Nutzung einer Anlage bereitstellt. Die Analyse dieser Daten hilft bei der Optimierung und Umsetzung effektiver Wartungsstrategien.
Umbau, Austausch oder Stilllegung
Die Asset-Lebenszyklusplanung erfolgt typischerweise in einem Kreislauf, bei dem die Betriebs- und Wartungsphasen schließlich zum Beginn eines neuen Lebenszyklus zurückführen, sobald die Anlage das Ende ihrer Lebensdauer erreicht hat. Zu diesem Zeitpunkt ist sie für einen Umbau, einen Austausch oder eine Stilllegung vorgesehen. Wenn es zu einem Umbau oder Austausch kommt, können die Daten aus dem vergangenen Lebenszyklus zur Entscheidungsfindung über den neuen Lebenszyklus herangezogen werden.
Kommt es am Ende der Nutzungsdauer hingegen zu einer Entsorgung, endet der Lebenszyklus der Anlage. Wenn Sie jedes Projekt mit Blick auf das Ende beginnen, kann Ihr Unternehmen die endgültige Entsorgung der Assets bereits bei der anfänglichen strategischen Planung und der Planung der Umweltauswirkungen berücksichtigen.
Diese letzte Phase betont den dynamischen Charakter des Assetmanagements, bei dem die datengestützte Entscheidungsfindung einen nahtlosen Übergang vom Abschluss eines Lebenszyklus zum Beginn des nächsten gewährleisten und gleichzeitig die Nachhaltigkeit fördern.
ALM-Leitfaden
Im Zuge der Einführung von ALM-Verfahren in Unternehmen treiben die Asset-Verantwortlichen die digitale Transformation der damit verbundenen Geschäftsprozesse in Bundes- und Landesregierung, Kommunalverwaltung und Privatsektor voran. Mit ALM-Lösungen können Unternehmen aus ihren gesammelten Daten einen bisher unerreichten Mehrwert generieren.







