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die von den Trimble Totalstationen der S-Serie übernommen 
wurde und kontinuierlich die Neigung des Stabs misst. In 
der Trimble Access™ Feldsoftware zeigt die eBubble-Anzeige 
an, ob sich der Stab innerhalb der Toleranz zum Anmessen 
befindet. Ist der Stab ausreichend lotrecht, kann das 
System automatisch die Messung auslösen und den Punkt 
aufzeichnen. Die ermittelten Stabneigungen werden zwecks 
Analyse und Qualitätskontrolle mit den jeweils gemessenen 
Punkten abgespeichert.

Mit der zunehmenden Entwicklung und Verbreitung 
der Satellitentechnologie stehen neue Frequenzen 
und Signale zur Verfügung, und es entstehen neue 
Satellitenkonstellationen. Damit Vermessungsfachleute 
davon profitieren können, bietet das Trimble R10 System 
die Möglichkeit, die verfügbaren Signale existenten als 
auch der gegenwärtig geplanten GNSS-Konstellationen 
und Erweiterungssysteme zu nutzen. Außerdem nutzt das 
System die Trimble 360 Technologie, um 440 einzelne GNSS-
Kanäle bereitzustellen. Der Empfänger kann die Signale 
der bestehenden und geplanten GNSS-Konstellationen 
verfolgen, wozu neben GPS, GLONASS und Galileo auch 
Compass und QZSS sowie die Erweiterungssysteme WAAS, 
EGNOS, MSAS und GAGAN gehören. 

Der Trimble R10 Empfänger ist kompakt, leicht und wird 
höchsten Leistungsansprüchen für Vermessungsarbeiten im 
RTK- und im Postprocessing-Modus gerecht. Unterstützt wird 
er dabei von der Trimble Access Software, die auf den Trimble 
Kontrolleinheiten TSC3 und TCU und dem robusten Trimble 
Tablet PC installiert ist.

Trimble VISION—Eine neue Perspektive
Mit Trimble VISION™ hält die digitale Bildverarbeitung 
Einzug in die vermessungstechnischen Arbeitsabläufe und 

Datensätze. Durch die Integration einer digitalen Kamera 
in die Trimble Totalstationen der S-Serie und die Trimble 
VX™ Spatial Station überträgt Trimble VISION die Sicht des 
Instruments auf die Bedieneinheit.
Anstatt durch das Fernrohr zu schauen, kann der Bediener 
Trimble VISION nutzen, um das Instrument auf das Ziel 
auszurichten. Nach einem Antippen des Videobildschirms 
schwenkt das Instrument dann zu dem gewählten Punkt, um 
anschließend mit der Trimble Direct Reflex (DR) Technologie 
automatisch den Punkt zu messen und abzuspeichern. 
Gemessene (Ist-) Punkte können gemeinsam mit den Soll-
Punkten in der Trimble VISION Anzeige dargestellt werden, 
sodass geprüft werden kann, ob die benötigten Punkte 
erfasst wurden.

Vermessungsfachleute nutzen Trimble VISION auch zur 
Fernbedienung des Instruments. In gefährlichen oder nur 
eingeschränkt zugänglichen Gebieten lassen sich Messungen 
mit Trimble VISION schnell, sicher und ohne Abstriche bei der 
geforderten Genauigkeit vornehmen.

Trimble VISION eröffnet neue Wege zur Produkti-
vitätssteigerung. Im Feld haben Messtrupps die 
Möglichkeit mehrere Bilder zu erfassen, die auf der 
Basis der Instrumentenposition und -orientierung 
miteinander verknüpft sind. Im Büro können Techniker die 
photogrammetrischen Funktionen der Trimble Business 
Center Software nutzen, um weitere Punkte dreidimensional 
zu messen. Die Qualität der Bilder und die Genauigkeit 
der Positionsbestimmung vereinfachen dieses Verfahren 
erheblich. Mittels der Kombination aus reflektorloser 
Messung und Photogrammetrie können ohne erneuten 
Messeinsatz schnell und sicher weitere detaillierte Daten 
gewonnen werden.