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Computer oder PDAs), um die Messwerte für ihre Analysen zu 
erfassen. Jeder Block kann mehr als einhundert Messungen 
erfordern, und allein für jede Messung den PDA holen zu 
müssen, machte weitere Zeit erforderlich. Danach galt es, die 
Daten manuell einzugeben und zu verarbeiten, um die Punkte 
mit den Sollwerten zu vergleichen. Selbst erfahrene Techniker 
brauchen dafür viel Zeit und gehen dabei Fehlerrisiken ein.

Mit der Notwendigkeit sehr genauer Messungen steigt die 
Herausforderung. Ein Block kann bis zu 30 m hoch und 50 m 
breit sein. Die Maße müssen mit einer Genauigkeit von ±2-5 
mm zwischen den Punkten ermittelt werden. Auf einer Werft 
mit vielen geschäftigen Arbeitern und Schwermaschinen 
benötigen die Messtrupps eine starke Konzentration, um solch 
präzise Daten zu erfassen und auszuwerten.

Um dem gerecht zu werden, entwickelte DSME zusammen 
mit der Seouler Fa. GeoSystems, Inc. eine effizientere 
Methode der Vermessung und Auswertung. GeoSystems 
befragte Werftmitarbeiter vor Ort nach Informationen über 
Arbeitsprozesse und -umgebung. Daraufhin entwickelten 
sie eine Software, die speziell auf den Schiffbau und die 
Blockbauweise zugeschnitten war. Die neue Software namens 
BlockSync beschleunigt und vereinfacht die Messprozesse, 
reduziert Fehlereinflüsse und automatisiert die Kontrolle 
der Daten.

GeoSystems konzipierte BlockSync für die Nutzung auf der 
Trimble M3 Totalstation. Der Entwickler nutzte einen von Trimble 
bereitgestellten „Werkzeugkasten“ zur Softwareentwicklung 
und integrierte werfttypische Arbeitsabläufe in die 
Benutzeroberfläche der Trimble M3, sodass keine externe 
Bedieneinheit erforderlich ist. Der lasergestützte DirectReflex-
Messmodus der Trimble M3 unterstützt präzises Messen 

schnell und einfach. Das Instrument wird im Werftumfeld 
häufig hin- und herbewegt, die Möglichkeit des raschen 
Aufstellens und Messens ist entscheidend. BlockSync greift auf 
3D-Rückwärtsschnitte zurück, um das Instrument innerhalb 
eines für jeden Block definierten Koordinatensystems zu 
orientieren. Bei diesem Ansatz muss das Instrument nicht 
horizontiert werden, was den Messprozess weiter beschleunigt 
und vereinfacht.

Zur Kontrolle lassen sich die Sollkoordinaten der Punkte direkt 
auf die Trimble M3 hochladen. Inbegriffen sind auch Reihen von 
Referenzpunkten, um die korrekte Orientierung des Instruments 
zum Schiffsblock sicherzustellen. Wenn dann ein Punkt 
gemessen wird, kann BlockSync automatisch die ermittelten Ist-
Koordinaten mit den Sollwerten vergleichen. Die gemessenen 
Punkte werden zur Weiterverarbeitung und Analyse durch 
DSME gespeichert. GeoSystems arbeitet daran, die Bluetooth™- 
und USB-Kommunikationsfunktionen der Trimble M3 zu nutzen, 
um Messungen in Echtzeit an Netzwerkserver und -computer 
übermitteln zu können.

Das automatisierte Vorgehen von BlockSync ermöglicht es 
DSME die Trimble M3 für zusätzliche Aufgaben einzusetzen, 
zum Beispiel an Einbauten im Schiffsrumpf, Leitungssystemen 
und zur Wellenausrichtung. Die Lösung von GeoSystems kann 
für nahezu alle Messungen und Genauigkeitskontrollen der 
Schiffsbauteile genutzt werden. BlockSync findet auch bei 
anderen Schiffbauern gefallen, die Branche folgt DSME, dem 
führenden Rationalisier der Blockbauweise. Eines Tages fahren 
Sie vielleicht ein Auto, das auf einem mit Hilfe von Trimble 
Technologie erbauten Schiff transportiert wurde!

Ein Vermessungsingenieur misst die Abmessungen von Schiffsblöcken mit Hilfe einer Trimble M3 Totalstation, auf der die Blocksync Software installiert ist.