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K

aum jemand würde bestreiten, dass Umweltschutz eine 
wichtige Aufgabe ist. Um die Umwelt zu schützen, muss 
man jedoch in der Lage sein, sie zu messen — und dies ist, 

wie man bei Planet Action weiß, nicht einfach. Planet Action wurde 
2007 gemeinsam von dem Satellitendatenanbieter Spot Image 
(jetzt Astrium GEO-Information Services) und dem GIS-Anbieter 
ESRI gegründet. Es bietet Geoinformationen und Expertise für 
Organisationen an, die sich mit den Hintergründen, Auswirkungen 
und Lösungsmöglichkeiten des Klimawandels befassen. Weltweit hat 
Planet Action bereits mehr als 600 gemeinnützige Projekte in Bereichen 
wie Biodiversität, Forstwirtschaft und Wasserressourcen unterstützt. 
Durch die Überlassung von Satellitenbildern, GIS-Lösungen und 
Bildverarbeitungssystemen seitens der Programmpartner unterstützt 
Planet Action sowohl kleine, lokale NGOs, Universitäten und 
Forschungszentren als auch große Organisationen wie UNESCO, 
WWF, die Green Belt Bewegung und IMAZON.

Messung der Bodenbedeckung
Wie sieht die vermessungstechnische Aufgabe aus? Zunächst ein 
paar Fakten: Mexiko verliert jedes Jahr durchschnittlich 350.000 
ha Waldfläche, was etwa der Größe von Rhode Island entspricht. 
Kolumbien verliert jährlich fast 200.000 ha Wald, die Dunkelziffer 
könnte wegen illegaler Rodungen höher liegen. Eine früher 
landwirtschaftlich genutzte Bergregion in den französischen 
Pyrenäen, die sich in einer brachliegenden Zeit auf natürliche Weise 
wieder bewaldet hat, steht vor einer ungewissen Zukunft. Frankreich 
möchte ein ausgewogenes Ökosystem schaffen, das sich sowohl an 

Biodiversität als auch an kultivierter Landnutzung orientiert.
Dies sind nur drei der im Jahr 2012 von Planet Action angepackten 
Projekte. Sie alle benötigten Satellitenbilder, um die Bodenbedeckung 
verschiedenster Lebensräume, z.B. Mangroven, dichte Wälder und 
alpines Ökosystem, zu klassifizieren und zu kartieren. Die Projektleiter 
brauchten ein System, das über die traditionellen pixelbasierten 
Ansätze zur Klassifizierung der Bodenbedeckung wie Form und 
Größe hinausgeht. Der Zusammenhang, mit den zusätzlichen 
Spektralinformationen wurde entscheidend für den Prozess der 
Merkmalsextraktion. Die Antwort hieß Trimble eCognition® - eine 
Bildanalysesoftware. Es gab nur ein Problem: die Projektleiter hatten 
zwar die erforderliche Software, verfügten jedoch nicht über die 
internen Ressourcen, um die Aufgabe zu erfüllen.

Anderer Ort: Spatial Analysis Laboratory (SAL) der Universität Vermont. 
Das SAL nutzt eCognition umfangreich für Analyse der Biodiversität, 
zur Kartierung der Bodenbedeckung und zur Beurteilung des 
Laubwerks von Stadtbäumen. Der Erfolg war überwältigend, sodass 
Direktor Jarlath O’Neil-Dunne 2009 ein universitäres eCognition 
Center of Excellence (jetzt Trimble Imaging Innovation Program) 
einrichten konnte, um das Ansehen des Labors voranzubringen und 
für die Ausbildung der Studenten zu nutzen.

Verbindung von Technologie und Möglichkeiten
Trimble vermittelte den Kontakt zwischen O’Neil-Dunne und den 
drei Planet Action Projekten, die Unterstützung bei der Bildanalyse 
benötigten. Das Timing war perfekt! Denn fünf im Labor arbeitende 

Einsatz für 

unsere Welt

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